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Gebiete an Rändern von tektonischen Platten mit immer wieder auftretenden starken Erdbeben, in denen aber seit dem letzten Ereignis über längere Zeiten keine weiteren Erdbeben vergleichbarer Stärke aufgetreten sind. Gemittelt über tausende von Jahren ist die Verschiebung zwischen zwei tektonischen Platten wahrscheinlich nahezu konstant. Daher nimmt man an, dass seismische Lücken die Orte künftiger starker Erdbeben anzeigen. Dieses Konzept ist eine wesentliche Grundlage für die langfristige Erdbebenvorhersage. 1991 wurde eine Karte entwickelt, die seismische Lücken im Zirkum-Pazifik und daraus abgeleitete Zonen hoher seismischer Gefährdung zeigt. Seit Veröffentlichung der Karte hat es in einigen der identifizierten Lücken starke Erdbeben gegeben, z.B. in Nordchile und in Venezuela. Allerdings hat es auch zahlreiche Fälle gegeben, in denen Erdbeben früher als erwartet aufgetreten sind. |
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