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in der Stereoskopie und Photogrammetrie der bei stereoskopischer Betrachtung eines Stereobildpaares entstehende Raumeindruck (Raumbild). Je nach Orientierung der Bilder sind zu unterscheiden (Abb.): a) Orthoskopischer Effekt: Wird von jedem Auge das ihm bei der Aufnahme zugeordnete Teilbild betrachtet, so entsteht ein dem Objekt entsprechender richtiger Raumeindruck. b) Pseudoskopischer Effekt: Werden die beiden Teilbilder bei der Betrachtung vertauscht, so dass dem linken Auge das rechte Bild und umgekehrt zugeordnet ist, so entsteht ein der Gliederung des Objektes inverser Raumeindruck, in dem vorn und hinten vertauscht sind. c) Stereo-Nulleffekt: Durch Kanten der beiden Teilbilder um jeweils 90º werden die Vertikal- in Horizontal-Parallaxen und umgekehrt überführt. Auf diese Weise können die für die Orientierung der Bilder in einem photogrammetrischen Auswertegerät entscheidenden Vertikalparallaxen stereoskopisch mit hoher Genauigkeit gemessen bzw. beseitigt werden. Hierzu besteht in analogen Auswertegeräten oder analytischen Auswertegeräten vielfach die Möglichkeit einer optischen Kantung der beiden Teilbilder.
stereoskopischer Effekt: Orientierung der Teilbilder (L-linkes Bild; R-rechtes Bild). |
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