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sind Linien gleicher Verzerrung. Für systematisch auf der Abbildung verteilte Punkte werden die Verzerrungen eines bestimmten Elements (Längen, Flächen, Winkel) berechnet. Durch Interpolation werden, ähnlich wie die Isohypsen in einem Höhenpunktfeld, Linien gleicher Verzerrung gewonnen. Dieses Verfahren ist insbesondere bei unecht kegeligen und schiefachsigen Kartennetzentwürfen anwendbar, weil es schwierig ist, bereits aus dem Koordinatennetz der Abbildung Schlüsse auf die Verzerrungsverhältnisse zu ziehen. Als Beispiele seien die in den Abbildungen 1, 2 und 3 dargestellten Entwürfe genannt: der äquidistante azimutale Kartennetzentwurf (Abb. 1), der flächentreue azimutale Kartennetzenwurf (Abb. 2), beide in allgemeiner Lage, und Bonnes unechter Kegelentwurf (Abb. 3). In allen drei Abbildungen ist den Linien gleicher Winkelverzerrung das Kartennetz der geographischen Koordinaten untergelegt. Für die echt kegeligen Kartennetzentwürfe in polarer Lage (normale Abbildung) sind die Bilder der Parallelkreise zugleich Äquideformaten für die verschiedenen Verzerrungsarten.
Äquideformaten 1: Äquideformaten der maximalen Winkelverzerrung für den äquidistanten Azimutalentwurf.
Äquideformaten 2: Äquideformaten der maximalen Winkelverzerrung für den flächentreuen Azimutalentwurf in allgemeiner Lage.
Äquideformaten 3: Äquideformaten der maximalen Winkelverzerrung für den Bonneschen Entwurf. |
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