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zusätzliche, meistens intensitätsschwache Braggreflexe (Braggsche Gleichung), die zwischen den starken Hauptstrukturreflexen zu beobachten sind. Sie entstehen durch geringfügige Änderung der Streudichteverteilung derart, dass Translationsperioden der ursprünglichen Kristallstruktur um ein n-faches vervielfacht werden (Überstruktur); die (hkl)-Indizes der Überstrukturreflexe sind dann entsprechend der n-te Bruchteil der (hkl)-Indizes der Hauptstrukturreflexe, je nachdem in welche Richtung die Translationsperiode vervielfacht wird. Die Intensitäten der Hauptstrukturreflexe sind bestimmt durch die Streudichteverteilung der mittleren Struktur, die durch Mittelung über die Änderung der Streudichteverteilung entsteht und die folglich die ursprünglichen Translationsperioden besitzt. Die Intensität der Überstrukturreflexe ist also gerade durch die Abweichungen von der gemittelten Streudichteverteilung bestimmt. |
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