| |
neuartiges Verfahren zur Ermittlung von Durchflüssen an Fliessgewässern. Das ADCP-Verfahren arbeitet mit der Ultraschall-Doppler-Technik (Durchflussmessung, Ultraschallmessung). Das dabei verwendete Gerät (Acoustic Doppler Current Profiler) wird bereits seit langem in der Ozeanographie zur Erfassung von Strömungsprofilen in grosser Tiefe eingesetzt. Seit einiger Zeit steht es auch für geringere Wassertiefen und damit für Durchflussmessungen an freifliessenden Gewässern zur Verfügung. Zur Messung wird das Gerät an einem Boot befestigt. Es enthält vier Keramikplatten, die als Sender und Empfänger von Ultraschallimpulsen dienen. Während der Messung tastet die Sonde den unter ihr liegenden Wasserkörper akustisch ab. Die in Richtung der Gewässersohle ausgesandten Schallsignale werden von den Schwebstoffen reflektiert und von der ADCP-Sonde als Echos empfangen (Abb.). Nach dem Dopplereffekt gibt die Frequenzverschiebung zwischen gesendetem und empfangenem Signal Aufschluss über die Bewegung der Partikel, von der man annimmt, dass sie mit der Strömungsgeschwindigkeit identisch ist. Da dieses Verfahren in der Lage ist, Echos aus verschiedenen Tiefenschichten zu unterscheiden, lässt sich die Geschwindigkeitsverteilung konstruieren. Andere Schallreflektionen dienen der Bestimmung von Wassertiefe und Bootsgeschwindigkeit. Positionsbestimmungen zu einem Bezugspunkt am Ufer sind, anders als bei der Flügelmessung oder der Schwimmermessung, nicht erforderlich. Zur Abflussmessung wird das Gewässer mit dem Messboot einmal überquert. Der ermittelte Wert für den Durchfluss liegt unmittelbar danach vor.
ADCP-Messverfahren: Schematische Darstellung. |
|