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heute im allgemeinen nach dem Prinzip des ballistischen Gravimeters arbeitende Vorrichtung zur Messung des Absolutwertes der Schwere; Spezialfall eines Beschleunigungsmessers.
Moderne Absolutgravimeter (Abb.) wurden ab ca. 1950 zunächst stationär, dann transportabel und seit ca. 1995 auch für Aussenmessungen entwickelt und eingesetzt. Grundprinzip ist die Vermessung der freien vertikalen Trajektorie einer Probemasse mit Hilfe eines Michelson-Laserinterferometers als Funktion der Zeit. Da die zweifache Integration der Beschleunigung über die Zeit t die vertikale Position
ergibt, werden mindestens drei Beobachtungen z(t) benötigt, um Anfangsposition und -geschwindigkeit z0, 
0 sowie die eigentlich gesuchte Schwere g zu bestimmen. Tatsächlich werden jedoch zahllose Einzelmessungen je Trajektorie und zahlreiche Trajektorien vermessen, wodurch sich im Mittel eine Präzision von einigen 10-9 g erzielen lässt. Nachdem in den letzten Jahren Aufgaben wie Laserstabilisierung, Elimination des Restluftwiderstandes des evakuierten Fallrohres, Eliminierung von Bodenvibrationen etc. gelöst wurden, liegen die gegenwärtigen Herausforderungen in der Erleichterung der praktischen Operation durch z.B. Verkleinerung, Robustheit, Verkürzung des Beobachtungszeitraumes sowie der Verringerung des Zeit- und Kostenaufwandes.
Absolutgravimeter: FG5 von Micro-g Solutions. |
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