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va, Quotient aus der Länge eines Stromlinienschnittes und der vom Grundwasser beim Durchfliessen dieses Abschnittes benötigten Zeit. Die durch Tracerversuche bestimmbare Abstandsgeschwindigkeit ist in guter Näherung gleich dem Quotienten aus Filtergeschwindigkeit und durchflusswirksamen Porenraumanteil. Sie ist nicht identisch mit der wesentlich grösseren tatsächlichen Fliessgeschwindigkeit, der Bahngeschwindigkeit, eines Grundwasserteilchens entlang seines tatsächlichen Weges. Es gilt:
mit va = Abstandsgeschwindigkeit in m/s, kf = Durchlässigkeitsbeiwert in m/s, i = hydraulischer Gradient und ne = durchflusswirksamer Porenraum.
Mit Hilfe von Durchgangskurven bei Markierungsversuchen unterscheidet man zwischen der maximalen Abstandsgeschwindigkeit (va max), die sich aus dem ersten Auftreten des Tracers errechnet, der dominierenden Abstandsgeschwindigkeit (va dom), die sich aus dem Auftreten des Tracermaximums ergibt, der medianen Abstandsgeschwindigkeit (va med), die sich aus dem Schwerpunkt des Tracerauftretens (50% Tracerwiedererhalt) errechnet, sowie der mittleren Abstandsgeschwindigkeit ( ≈ va). Die einzelnen Fliessgeschwindigkeiten sind nicht identisch, generell gilt: > va med.
va max > va dom > va |
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