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Abstrahlcharakteristik |
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die von einem Erdbebenherd abgestrahlten Verschiebungsamplituden seismischer Wellen (Raumwellen, Oberflächenwellen) als Funktion von Abstrahlwinkel am Herd und Azimut von Herd zur seismischen Station. Sie hängt vom Herdmechanismus ab und kann aus den Amplituden und Polaritäten von seismischen Wellen bestimmt werden (Herdflächenlösung). Mathematisch lässt sich die Abstrahlcharakteristik einer Scherdislokation durch ein System von zwei Kräftepaaren mit verschwindendem Gesamtmoment (double couple) beschreiben (Abb.). Äquivalent mit diesem Kräftesystem ist ein System von zwei orthogonal angeordneten Dipolen. Der zur Quelle gerichtete Dipol ist die Kompressions- oder P-Achse. Diese liegt in dem Quadranten, in dem die Bodenbewegung zum Herd hin gerichtet ist. Der von der Quelle weg weisende Dipol ist die Zug-Achse (auch T-Achse genannt). Diese liegt in dem Quadranten, in dem die Bodenbewegung vom Herd weg gerichtet ist.
Abstrahlcharakteristik: Äquivalenz von Scherdislokation;
a) System von zwei Kräftepaaren ohne Gesamtmoment und System von Einzelkräften in Form von zwei Dipolen (x1, x2, x3 =
Achsen eines kartesischen rechtwinkligen Koordinatensystems; P = Kompressionsachse; T = Zugachse). Die x1-Richtung steht
senkrecht zur Bruchfläche, x1 und x2 liegen parallel zur Bruchfläche, x3 weist in Richtung der Dislokation. b) dazugehörige Abstrahlcharakteristik für P- und S-Wellen. |
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