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Albert der Grosse, fälschlich Albert Graf von Bollstädt, deutscher Naturforscher und Kirchenlehrer (Scholastiker), * um 1200 Lauingen an der Donau, † 15.11.1280 Köln; lehrte 1228-44 an deutschen Seminaren, zeitweise an der Universität von Paris; 1260-62 Bischof von Regensburg; seit 1270 in Köln, dort Lehrer von Thomas von Aquin; beherrschte die gesamten philosophisch-naturwissenschaftlichen Kenntnisse seiner Zeit. Seine Kommentare zu den Aristotelischen Schriften förderten deren Verbreitung im Abendland. Durch selbständige Beobachtung - u.a. botanische, mineralogische und metallurgische Studien bei zahlreichen Reisen - und systematische Darstellung ragt er aus den mittelalterlichen Naturwissenschaftlern heraus und wurde deren bedeutendster Vertreter im 13. Jahrhundert. Angesichts seiner überragenden Kenntnis der Natur ist es begreiflich, dass die Legende ihm magische Fähigkeiten zuschrieb. Albertus Magnus wurde 1941 durch Papst Pius XII. zum Patron der Naturforscher erklärt. Werke (Auswahl): "Quastiones super de animalibus" (1258), "De rebus metallicis et mineralibus" (5 Bände, 1276).
Magnus , Albertus |
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