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[von griech. anatasis = Emporstreckung], Dauphinit, TiO2, Mineral mit ditetragonal-dipyramidaler Kristallform; Farbe: blauschwarz, aber auch honiggelb, braun, hyazinthrot, selten farblos; metallartiger bis fettiger Diamantglanz; durchscheinend bis durchsichtig; Strich: weisslich, manchmal auch gelblich; Härte nach Mohs: 5,5-6; Dichte: 3,8-3,9 g/cm3; Spaltbarkeit:
vollkommen nach (001) und (101); Aggregate: tafelig, säulig; Kristalle scharf ausgebildet und meist aufgewachsen; vor dem Lötrohr unschmelzbar; in Säuren unlöslich; Begleiter: Quarz, Adular, Albit, Rutil, Brookit, Calcit, Chlorit; Vorkommen: in alpinen Klüften sowie in Produkten der Diaphthorese und der schwachen Epimorphose, aber auch in verwitterten Gesteinen. Anatas bildet sich auf Kosten des Ti-Gehalts der Biotite in Graniten und Gneisen wie auch im chloritisierten Augit der Diabase und auch in Absätzen einiger Thermalquellen, vorwiegend im Opalsinter. Fundorte: auf Klüften von kristallinen Schiefern der Schweiz und Österreichs, Minas Gerais (Brasilien), Bothaville (Südafrika). |
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