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[von lat. calx, calxis =Kalkstein], Androdamas, Kalkspat, Kalzit, Kanonenspat, Reichit; Ca[CO3]; ditrigonal-skalenoedrische Kristallform; Farbe: milchig-weiss bis farblos, bisweilen durch Beimengungen auch in verschiedenen Tönungen (grau, gelb, rosarot, braun und schwarz); Glas- bis Perlmutterglanz; durchsichtig, durchscheinend bis undurchsichtig; Strich: weiss; Härte nach Mohs: 3; Dichte: 2,6-2,8 g/cm3; Spaltbarkeit: vollkommen nach (1011); sehr formenreich; Aggregate: grob-, fein- und feinstkörnig, spätig, parallelfaserig, stalaktitisch, oolithisch (Rogenstein), locker, pulverig (Bergmilch); Kristalle in Gruppen, als Büschel und Rasen, auch in Drusen. Zwillinge sind häufig; vor dem Lötrohr wird er rissig und gibt CO2 ab, wird von verdünnter HCl angegriffen (aufbrausen = CO2-Entwicklung); Begleiter: Baryt, Aragonit, Gips, Dolomit u.a; im UV-Licht vielfach rosa fluoreszierend infolge Spuren von Seltenen Erden; Fundorte: weltweit; mit Bitumen gemengt wird er Stinkkalk genannt; hohe Doppelbrechung, (Isländischer Doppelspat). Calcit ist gesteinsbildend und bildet sich im hydrothermalen wie hydrischen Bereich sowie sedimentär bzw. auch durch Verwitterung (Abb. 1, Abb. 2, Abb. 3).
Calcit 1: Calcitkristall.
Calcit 2: Calcitzwilling nach (1011).
Calcit 3: Spaltrhomboeder von Calcit. |
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