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astronomische Disziplin, welche Positionen, Bewegungen, Dimensionen und Gestalt von Himmelskörpern untersucht. Zu diesen Himmelskörpern zählen insbesondere extragalaktische Quellen wie z.B. Quasare, Galaxien, Sterne, Planeten und deren Monde, Asteroiden und Kometen. Die Astrometrie von Sternen liefert wichtige Information über Bau und Dynamik von Galaxien oder stellaren Gruppen. Bis vor wenigen Jahren diente diese der Realisierung eines fundamentalen Referenzsystems. Heute wird das internationale Himmels-Referenzsystem (ICRS) durch astrometrische Vermessung extragalaktischer Radioquellen realisiert. Zu den astrometrischen Beobachtungsverfahren zählen im Fall der lokalen Astrometrie: photographische und digitale CCD-Aufnahmen von Himmelsausschnitten, photometrische Vermessung astronomischer Objekte, Speckle Interferometrie, Michelson Interferometrie und die Radiointerferometrie. In der globalen Astrometrie beobachtet man an Meridiankreisen, Transitinstrumenten oder Astrolabien, sowie mit dem astrometrischen Satellit Hipparcos. Eine besonders wichtige Rolle spielt hier auch die Radiointerferometrie auf langen Basislinien. Damit sind heute Winkeldifferenzen von weniger als 1 mas (Millibogensekunde) im Radiobereich messbar. Positionen und Parallaxen ausgewählter Sterne konnten mit Hipparcos mit einer Genauigkeit von etwa 1 mas bestimmt werden. |
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