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haze correction, Korrektur des durch den Fernerkundungssensor erfassten und durch atmosphärische Streuung und Absorption elektromagnetischer Strahlung einer verfälschten spektralen Mischsignatur aus reflektierten und gestreuten Strahlungsanteilen entsprechenden Signals. Korrekturmodelle gliedern sich in eine radiometrische Korrektur und einen atmosphärische Einflüsse betreffenden Teil. Der Algorithmus zur atmosphärischen Korrektur der auf den Detektor auftreffenden spektralen Strahldichtewerte setzt die Kenntnis von meteorologischen Grössen aus Radiosondenaufstiegen, von horizontaler Sichtweite und optischer Tiefe voraus. Im Zuge einer atmosphärischen Korrektur wird auf Pixelebene vom jeweiligen Grauwert (digital number) ausgegangen, in spektrale Strahldichtewerte und weiter in scheinbare Reflexionsgrade transformiert, um dann mit Hilfe geeigneter Aerosol- und Atmosphärenmodelle im Sinne einer Approximation In-situ-Reflexionsgrade und über einen Skalierungsfaktor letztendlich atmosphärisch korrigierte Grauwerte bereitzustellen. Operationell verfügbare Korrekturmodelle sind z.B. LOWTRAN 7 (Low Resolution Atmospheric Radiance and Transmittance) und 6 S (Simulation of the Satellite Signal in the Solar Spectrum). Eine einfache Form der atmosphärischen Korrektur von digitalen Fernerkundungsdaten beruht auf der Ermittlung eines Versatzwertes aus den Histogrammen der einzelnen Spektralkanäle. Damit wird erreicht, dass Grauwerte, die infolge spektraler atmosphärischer Streuung zu einem guten Teil Bildelementen zugewiesen werden, die eigentlich in nicht reflektierenden Schattenflächen liegen, im Bilddatensatz nicht berücksichtigt werden. Dunstkorrektur. |
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