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Typ mittelalterlicher Weltkarten; in ursprünglicher Form enthalten in dem vom Benediktinermönch Beatus von Liébana (Asturien), Abt von St. Martin, zwischen 776 und 786 verfassten Kommentar zur Apokalypse des Johannes. Neben einem kleinen schematischen Erdbild, das die Aufteilung der Erde auf die drei Söhne Noahs veranschaulichen soll, gab es eine grosse, graphisch reich ausgestattete Weltkarte, welche die Ausbreitung des Christentums durch die zwölf Apostel zeigt. Die 19 erhaltenen Nachzeichnungen weichen nach Inhalt (zwischen 70 und 270 Namen) und Form (als Radkarte, oval oder rechteckig) voneinander ab; Osten liegt aber immer oben. Das vom Weltmeer umgebene Land zeigt eine schematische Teilung in vier Weltgegenden; alle weisen farbige Miniaturen auf. |
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