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Lunette, gebundene Düne mit bogenförmigem Grundriss. Bogendünen treten in semiariden Gebieten im Lee von Salz- oder Tonpfannen (Deflationswanne) auf, sind von unterschiedlicher Grösse und kommen oft ineinander verschachtelt vor. In der Regel stellen sie polygenetische Gebilde dar, die an ausgeprägte saisonale oder längerfristige Klimaschwankungen gebunden sind. Bogendünen entstehen in Trockenzeiten nach Deflation der Wannensedimente, wobei die Sande (häufig Pseudosande) von der Randvegetation eingefangen werden und bei ständiger Zufuhr in die Höhe wachsen. In feuchteren Zeiten, nach dem Fluten der Wanne, setzt die Ufererosion durch Wellenschlag ein und modelliert die Bogenform. Bogendünen haben daher oft einen steileren Luv- als Leehang. Zahlreiche existierende Bogendünen sind Paläoformen. |
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