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Bestimmung des tatsächlichen Verlaufes einer Bohrung. Besonders bei geneigter Wechsellagerung von festen und weichen Gesteinen hat eine Bohrung das Bestreben, aus der vorgegebenen Achse in die Normale zur Schichtung abzuweichen. Um den tatsächlichen Verlauf der Bohrung zu messen, wird in die Bohrung eine Sonde eingeführt, mit der schrittweise die Neigung und das Azimut der Bohrlochachse bestimmt werden. Die Messschritte variieren zwischen 1 und 50 m, je nachdem, mit welcher Genauigkeit der Verlauf errechnet werden soll und wie tief die Bohrung ist. Zur Anzeige der Neigung dient ein kardanisch aufgehängtes Pendel und ein Kompass, welche beim Messvorgang fotografiert werden. Das Gerät wird auch als Multishotgerät bezeichnet. Bei kurzen Bohrungen kann auch ein mobiles Deflektometer zur Messung eingesetzt werden. |
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