ΔgBoug = gBoug -gnormal = g-Δgniv -ΔgBougPl -gtop -gnormal Die Bouguer-Anomalie ist für die Angewandte Gravimetrie und auch die Geodynamik von grosser Bedeutung, da sie Dichteinhomogenitäten des Untergrundes widerspiegelt (Abb.). Salzstöcke geben sich durch negative Bouguer-Anomalien zu erkennen. Junge Gebirge, z.B. die Alpen, die Anden und der Himalaja sind durch ausgeprägte negative Bouguer-Anomalien in der Grössenordnung von einigen hundert Milligal (Schwereeinheiten) charakterisiert. Solche negativen Anomalien zeigen an, dass im Untergrund ein Massendefizit vorhanden ist. Eine andere geophysikalische Bedeutung hat die isostatische Anomalie.
Bouguer-Anomalie: Typen der BouguerAnomalien. Das Messprofil verläuft über Berg und Tal (untere Hälfte). In der oberen
Hälfte sind die Messkurven und die Kurven für die Bouguer-Anomalien für drei verschiedene Modelle dargestelllt:
Fall A: Keine Dichte-Inhomogenität im Untergrund, Bouguer-Anomalie = 0;
Fall B: Massendefizit im Untergrund, Bouguer-Anomalie <0;
Fall C: Massenüberschuss im Untergrund, BouguerAnomalie >0.