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Schwerewert, der sich durch eine Reihe von Korrekturen an den Messwert ergibt. Es ist das Ziel dieser Korrekturen, Werte zu erhalten, die nicht durch lokale Unebenheiten und Höhenunterschiede beeinflusst sind (Abb.). Dieses geschieht modellhaft durch die Gelände- oder topographische Reduktion: In der Höhe des Messniveaus wird das Gelände eingeebnet, d.h. die Berge werden abgetragen und die Täler aufgefüllt. Beide Anteile führen zu einer Erhöhung des Schwerewertes. Die dann im Prinzip unendlich ausgedehnte Bouguer-Platte liegt zwischen Messniveau und Bezugsniveau (i.a. der Meeresspiegel); sie wird entfernt. Dadurch verringert sich der Schwerewert. Im letzten Schritt wird der Messpunkt auf das Bezugsniveau verschoben (Freiluft-Reduktion). Der Schwerewert erhöht sich durch Annährung an den Erdmittelpunkt. Als Ergebnis dieser Reduktionen erhält man die Bouguer-Schwere, nun bezogen auf das Bezugsniveau. Zieht man von diesem Wert noch die Normalschwere ab, so resultiert die Bouguer-Anomalie.
Bouguer-Schwere: Reduktionsschritte zur Bouguer Schwere: a) Ausgangsprofil mit Messpunkten; b) Gelände- oder topographische Reduktion; c) unendlich ausgedehnte Bouguer-Platte; d) Freiluft-Reduktion. |
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