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Julius, deutscher Geograph, * 8.8.1903 Molsheim, † 28.8.1983 Würzburg. Gilt als herausragender Wegbereiter der klimagenetischen Geomorphologie. Die starke Betonung der dominierenden Rolle des Klimas bei den Formungsprozessen der Erdoberfläche war wissenschaftstheoretisch auch eine Reaktion auf die bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts überwiegend geologisch-strukturellen Erklärungsansätze. Als Ausdruck der steuernden Funktion des Klimas stellte Büdel der exzessiven Flächenbildung der wechselfeuchten Tropen (doppelte Einebnungsfläche) die exzessive Talbildung der Periglazialgebiete gegenüber. Die umfassenden Theorien und Hypothesen Büdels übten einen sehr starken Einfluss auf mehrerere Generationen von Geomorphologen aus, konnten jedoch in vielen Teilaspekten einer Überprüfung an konkreten Objekten nicht immer standhalten. In seinem Spätwerk "Klima-Geomorphologie" (1977) sind die wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst. |
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