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physikalisch/chemischer Prozess, bei dem Atome und/oder Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten und dabei zerfallen (Dissoziation) oder neue Atome oder Moleküle bilden. Die bei einer Reaktion umgesetzte Energie wird als Reaktionswärme bezeichnet (Reaktionsenthalpie), die zeitliche Änderung der Konzentration der an einer Reaktion beteiligten Stoffe wird durch die Reaktionsrate angegeben. Man spricht von a) photochemischen Reaktionen, wenn die Wechselwirkung unter der Einwirkung von Strahlung erfolgt (z.B. Photolyse), b) Gasphasenreaktionen, wenn an der Reaktion nur Stoffe im gasförmigen Aggregatzustand beteiligt sind, c) heterogenen Reaktionen, wenn gasförmige Atome oder Moleküle an der Oberfläche von festen oder flüssigen Stoffen reagieren, ihre Reaktion durch die physikalisch/chemischen Bedingungen an der Oberfläche beschleunigt wird oder wenn sie in der homogenen flüssigen Phase ablaufen. Heterogene Reaktionen haben insbesondere deshalb Bedeutung für die Luftchemie, weil sie Stoffumwandlungen und Stoffumverteilungen bewirken, die in der reinen Gasphase physikalisch und chemisch gar nicht möglich wären. Ursache für ihre Wirksamkeit ist einerseits die Erhöhung der Konzentration der reagierenden Stoffe in flüssigen Phasen bzw. auf der Oberfläche von festen Phasen und andererseits die Herabsetzung von Energiebarrieren chemischer Gasphasenreaktionen. |
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