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Hohlraum mit Aggregaten von frei kristallisierten Mineralen in Gesteinen und Erzen, die bis zu metergross werden können. Mineralstufen aus Drusen gehören zu den ästhetisch schönsten Bildungen der geologischen Materie und sind in Mineralsammlungen und Kabinetten weit verbreitet. An ihren Wänden bilden sich weitgehend ohne Behinderungen aus wässrigen oder gasförmigen Mischphasen gut ausgebildete, meist idiomorphe Kristalle. Zunächst erfolgt die Keimbildung auf den Drusenwänden richtungslos, bei weiterem Wachstum erfolgt eine gegenseitige Behinderung der Kristalle, so dass es zu einer geometrischen Auslese kommt, wobei sich die einzelnen Individuen oft senkrecht zur Aufwachsfläche entwickeln. Hierdurch entstehen auf meist konvexen Unterlagen divergent- und radialstrahlige Mineralaggregate, auf konkaven Unterlagen entstehen konzentrisch-strahlige bis sphärolithische Aggregate. Als Kristallrasen bezeichnet man die auf geraden Aufwachsflächen parallelen oder subparallelen Kristallverwachsungen. |
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