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1) Bodenkunde: von Blake (1902) eingeführter Begriff für eine rotbraune bis lederbraune oder weisse kalkige Bodenbildung, welche sekundär angereichert wurde; gewöhnlich in Lagen auf oder nahe an der Erdoberfläche ausgebildet, vorwiegend in steinigen Böden arider oder semiarider Regionen, aber in subhumidem Klima auch unter dem Boden. Caliche besteht im wesentlichen aus Krusten löslicher Calciumsalze mit Kies-, Sand-, Silt- und Tonkomponenten. Neben Calciumcarbonat können auch Magnesiumcarbonat, Gips und Silicat an der Zementation beteiligt sein. Der Begriff wird z.T. auch für Calcit-Zement verwendet. Entgegen der ursprünglichen Annahme rein kapillarer Vorgänge bildet sich Caliche nach Goudie (1973) auch fluviatil, lakustrin, pedogenetisch, und kann sowohl in situ als auch detritisch geprägt sein. Esteban & Klappa (1983) beschreiben Caliche als vertikal zonierte, subhorizontale bis horizontale Carbonatablagerungen mit vier Gesteinstypen: massig-kalkig, knollig-bröckelig, plattig-geschichtet und als kompakte Kruste oder verdichteter Horizont. Lage und Entwicklung der Typen in einem Areal können vertikal und lateral sehr variabel sein. Ähnliche Gefüge können Mikrobialithe (Stromatolithe, Algencarbonate) aufweisen. 2) Lagerstättenkunde: ein Gestein der Nitratlagerstätten der Atacama-Wüste aus Kies, Fels, Boden oder alluvialen Sedimenten, welches durch lösliche Kaliumsalze zementiert ist und bis 2 m mächtig wird. Calcrete |
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