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Staudamm, Stauanlage, Anlage zum Abhalten grosser Wassermengen. Massgebend für die Erfüllung ihrer Funktion ist die Standsicherheit der Dämme. Um einen Dammbruch zu vermeiden, muss die Scherfestigkeit in der Gründungssohle berechnet werden. Die Scherfestigkeit ist verantwortlich für die Aufnahmefähigkeit horizontalen Wasserdrucks. Ein weiterer wichtiger Parameter für die Standsicherheit ist das Verformungsverhalten des Systems Untergrund Dammkörper. Letzteres hängt entscheidend von dem Aufbau und der Festigkeit des Untergrundes, dem Dammaufbau, der Art der Untergrundabdichtung und der Talform und Talbreite ab. Es wird zwischen homogenen und gegliederten Dämmen unterschieden. Homogene Dämme bestehen aus einheitlichen feinkörnigen Erdstoffen. Ihre Aufgabe ist es zugleich zu dichten und zu stützen, und sie werden zumeist für geringe Stauhöhen <30 m errichtet. Der Durchlässigkeitsbeiwert liegt bei k ≤ 10-7 m/s. Bei einem gegliederten Dammaufbau sollte der Stützkörper den Wasserdruck auf den Untergrund übertragen. Verformungen sind zu vermeiden. An das Schüttmaterial selber sind also nicht so hohe Anforderungen als Dichtmaterial zu stellen. Es muss im Gegenteil eine ausreichende Durchlässigkeit von k > 10-5 m/s aufweisen. Des weiteren muss das Material verwitterungsbeständig sein und eine hohe Scherfestigkeit haben. Diesen Anforderungen entsprechen am besten gemischtkörnige, nichtbindige Lockergesteine oder gebrochene Festgesteine. Es sind zusätzliche Dichtungselemente erforderlich, die entweder im Damminneren oder auf der wasserseitigen Dammoberfläche angeordnet werden. |
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