| |
innerhalb des Jahresganges unregelmässig auftretender Witterungsregelfall (Singularität). Es handelt sich um eine früher in Deutschland um Mitte Mai (mittleres Eintrittsdatum 1946-1980: 12.-16. Mai) auftretende, relativ kalte Witterungsepisode mit Frostgefahr, die in den letzten Jahrzehnten offenbar durch einen mit grösserer Häufigkeit auftretenden, konkurrierenden, relativ warmen Witterungsregelfall ("Spätfrühling", um 7.-18. Mai) verdrängt wird. Nach früherer irriger Vorstellung (so z.B. in einer Chronik des Jahres 1788) sollten diese frostigen Tage mit fester Kalenderbindung in Norddeutschland an den Namenstagen der Heiligen Mamertus, Pankratius und Servatius (11.-13. Mai), in Süddeutschland etwas zeitverschoben auch zum Namenstag des Heiligen Bonifatius (12.-14. Mai) auftreten; daher der Name Eisheilige. Später kam noch die "Kalte Sophie" (15. Mai) hinzu. |
|