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[von griech. enantion = Gegenteil], Enantiomerie, Form der Stereoisomerie, die sich im spiegelbildlichen Bau von Kristallen ausdrückt. Beispiele sind Rechts- oder Linksquarz und die optische Aktivität. Von den 32 Symmetrieklassen der Kristalle weisen 11 Klassen weder Inversionszentrum (Symmetriezentrum) noch Spiegelebenen (Symmetrieebenen) auf. In ihnen sind enantiomorphe Kristalle möglich, die sich wie linke und rechte Hand verhalten und durch keine Symmetrieoperation in eine kongruente Stellung zu bringen sind. Solche Kristalle können optische Aktivität aufweisen. Bei der Weinsäure ist diese Aktivität bereits Eigenschaft des Moleküls und somit auch in Lösung möglich, bei Quarz hingegen allein Eigenschaft des Raumgitters und somit in der Quarzschmelze und im SiO2-Glas nicht vorhanden. |
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