| |
ein verlaufsgesteuertes Horizontal-Spülbohrverfahren. Bei diesem Horizontalbohrverfahren handelt es sich um eine Spülbohrtechnik, die für das Verlegen von Versorgungsleitungen entwickelt und für den Einsatz im Bereich des Horizontalbrunnenbaus und der Altlastensanierung optimiert wurde. Bei der Bohrung schneidet ein rotierender ferngesteuerter Bohrkopf von einer Startgrube ausgehend mit einem Hochdruckwasserstrahl einen Pilottunnel (Mikrotunnel) in den Boden. Das im Bereich des Tunnels herausgelöste Bodenmaterial wird mit der Bohrspülung abtransportiert oder in die angrenzenden Bodenbereiche verdrängt. In den Bohrkopf ist eine elektronische Schaltung integriert, welche elektromagnetische Wellen aussendet, die mit Hilfe eines Ortungsgerätes über Tage registriert werden. Somit ist der Verlauf der Bohrung und die genaue Tiefe des Bohrkopfes dezimetergenau feststellbar. Eine gebogene Streckenführung unter Einhaltung entsprechender minimaler Radien stellt technisch kein Problem dar. An einer festzulegenden Stelle, der Zielgrube, tritt der fernsteuerbare Bohrkopf wieder aus. In einem zweiten Arbeitsschritt wird nun der Bohrkopf durch einen Aufweitkopf (backreamer) ersetzt und fest mit dem einzuziehenden Hüllrohr verbunden. Dann wird das Bohrgestänge zurückgezogen, wobei der Aufweitkopf den Durchmesser des Pilottunnels aufweitet und somit Platz für das unmittelbar folgende Hüllrohr schafft. In das Hüllrohr wurde zuvor der eigentliche Brunnenstrang mit Rohrtour und Filterstrecke eingezogen. Nach dem Einziehen des Hüllrohres in den Untergrund wird als dritter Arbeitsschritt der innenliegende Filterstrang an einem Ende arretiert und das Hüllrohr am anderen Ende aus dem Erdreich gezogen. |
|