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planares Gefüge, ein Gefüge, welches durch die Anordnung von Komponenten in kontinuierlichen, mehr oder weniger parallelen Lagen (Foliationen, S-Flächen) gebildet wird. Man unterscheidet primäre Flächengefüge (primäre Foliation, so), z.B. Schichtung, Bankung oder magmatischer Lagenbau, von sekundärem, tektonisch-metamorph gebildetem Flächengefüge (sekundäre Foliation, sn). Bei letzterem lässt sich mit zunehmendem metamorphen Grad unterscheiden: a) Bruchschieferung (dicht angeordnete parallele Bruchflächen ohne Mineralregelung und Rekristallisation), b) Tonschieferung oder Schieferung (entstanden durch parallele Anordnung von Tonmineralen, z.B. Chlorit oder Serizit), c) Schistosität (kristalline Schieferung, entstanden durch die parallele Anordnung von Schichtmineralen, z.B. Glimmerschiefer) und d) metamorphe Lagengefüge, ein stoffliches Lagengefüge, das aus einer feinschichtigen Wechsellagerung (weniger als 1 cm) von bestimmten Mineralassoziationen besteht, z.B. aus Quarz-Albit-Lagen, die mit Chlorit-Muscovit-Epidot-Lagen abwechseln. Hinsichtlich der kinematischen Bedeutung können Flächen, die sich senkrecht zu Einengungsrichtung anordnen (S-Flächen, bilden sich senkrecht zur z-Achse des Verformungsellipsoides), von solchen unterschieden werden, an denen primär Scherung stattfindet (C-Flächen, Scherbänder). S-C-Gefüge. |
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