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als frostempfindlich gelten Böden, die beim Gefrieren des Porenwassers ihr Volumen vergrössern, wobei sich zunehmend dicke Eislinsen bilden (Abb.). Die Volumenzunahme führt zu Hebungen (Frosthub), die beim Auftauen nicht immer voll zurückgehen. Die Auswirkungen dieses Vorgangs sind sehr stark von der Geschwindigkeit der Frosteinwirkung abhängig sowie von dem Wasser, das in der Gerfrierzone bewegt wird. Die Frostempfindlichkeit eines Bodens ist von verschiedenen physikalischen und mineralchemischen Faktoren abhängig, von denen aber in der Praxis meist nur die kritischen Korngrössenbereiche im Feinkornanteil berücksichtigt werden. Neben der Schluff- und Tonfraktion muss aber zumindest auch der sog. Feinkornanteil (0,02-0,125 mm) Beachtung finden. Um eine Aussage über die Frostempfindlichkeit und Frostbeständigkeit machen zu können, wurden Frostempfindlichkeitsklassen und Frostkriterien eingeführt.
RZo
Frostempfindlichkeit : Profil eines Frostbodens mit Eislinsenbildung (a) und Verteilung des Wassergehaltes im Boden (b) vor und nach dem Gefrieren. |
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