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historisches technisches Verfahren zur Druckplattenherstellung. Das Verfahren, in einem stromdurchflossenen Bad metallische Niederschläge auf Gegenständen zu erzielen, um die Oberfläche zu veredeln oder um Kopien zu gewinnen, wurde 1837 von M.H. Jacobi (1801-1874) in Tartu und unabhängig davon von Spencer in Liverpool entwickelt. Es wurde seit 1840 in der Kartographie bei Justus Perthes in Gotha zum Duplizieren von Kupferstichplatten eingesetzt, wodurch von einem Originalstich auf galvanischem Wege über eine erhabene Positivplatte beliebig viele Tiefplatten gewonnen und damit auch grosse Auflagen gedruckt werden konnten (Kupferstich). Jacquin führte 1859 in Paris die galvanische Verstählung von Kupferstichplatten ein, die ebenfalls eine wesentliche Steigerung der Auflage ermöglichte. Auch von Hochdruckformen können über mechanische Abdrücke mit anschliessender galvanischer Behandlung Galvanos hergestellt werden. WSt |
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