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[von griech. halos=Salzkorn und phyton=Pflanze], Salzpflanzen, Pflanzen, die an Standorten leben können, deren Salzgehalt (bei Kochsalz =NaCl) die Menge von 0,5 Gew.% NaCl in der Bodenlösung übersteigt. Man unterscheidet obligate Halophyten, die nur bei hoher Salzkonzentration wachsen können von fakultativen Halophyten, welche sich durch eine hohe Salztoleranz auszeichnen. Halophyten können die Salzaufnahme in den Wurzeln durch Ultrafiltration einschränken, aufgenommenes Salz in den Zellvakuolen deponieren und anschliessend mit abfallenden Blättern eliminieren (z.B. Mangroven). Einige der Halophyten können aufgenommenes Salz aktiv über Salzdrüsen wieder ausscheiden (z.B. Mangroven, Tamarisken) oder durch Erhöhung der Sukkulenz (Sukkulenten) ausgleichen (z.B. Queller). Standorte der Halophyten finden sich in Salzwiesen entlang von Meeresküsten (Watt), an Salzseen im Binnenland und in ariden, abflusslosen Gebieten, wo neben NaCl oft auch Gips (CaSO4) und Soda (Na2CO3) angereichert werden.
Pflanzen, die auf salzhaltigen Böden nicht gedeihen, werden als Glykophyten bezeichnet. |
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