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Vegetationsformation der immergrünen Gehölze im geschützten Gezeitenbereich der tropischen Meeresküsten (Buchten, Lagunen und Flussmündungen). Die manchmal strauchigen, oft aber bis 20 m hohen Bestände werden zweimal am Tag überflutet und fallen bei Ebbe weitgehend trocken. Typisch für die Mangrove sind hochspezialisierte Baumarten (Avicennia, Bruguiera, Sonneratia, Rhizophora), welche über spezielle Drüsen überschüssiges Salz ausscheiden können (Halophyten) und über Stelzwurzeln (Rhizophora) (Helophyten) und spezielle, nach oben wachsende Atemwurzeln (Avicennia) verfügen. Viele Arten zeigen ausserdem Viviparie, d.h. der Embryo der reifenden Samen wächst noch auf der Mutterpflanze zu einem bis 1 m langen Keimling heran, der sich bei der Ablösung von der Mutterpflanze in den Schlick bohrt. Die Mangrove ist am reichsten im indo-westpazifischen Raum entwickelt, dagegen ist die sog. westliche Mangrove an den atlantischen Küsten Afrikas und Südamerikas wesentlich artenärmer. Die Mangrove bietet einen vielfältigen dreidimensionalen Lebensraum, der eine sehr artenreiche Tiergemeinschaft trägt. Durch die zunehmende Nutzung des Holzes sowie durch Tourismusprojekte und Crevetten-Zuchtanstalten sind die Mangroven in letzter Zeit stark zurückgedrängt worden. |
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