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eine regional verbreitete Metamorphose unter niedrigen geothermischen Gradienten (5-20°C/km), bei der sich Mineralparagenesen der Blauschiefer- und Eklogitfazies (metamorphe Fazies) bilden. Hochdruckmetamorphose wird i.d.R. verursacht durch die Kollision zweier Lithosphärenplatten, wobei eine (meist die ozeanische) unter der anderen abtauchen kann (Subduktionszonenmetamorphose). Bei Metamorphosedrücken von mehr als 2,5-2,8 GPa spricht man von Ultra-Hochdruckmetamorphose, mineralogisch erkenntlich am Auftreten von Coesit und Diamant, den Hochdruckmodifikationen von SiO2 und Kohlenstoff. Die meisten Hochdruckgesteine wurden im Mesozoikum und im Känozoikum gebildet. Daraus lässt sich entweder ableiten, dass zu früheren Zeiten der Erdgeschichte andere geothermische Verhältnisse und damit auch andere plattentektonische Prozesse geherrscht haben, oder dass die Hinweise auf ältere Hochdruckgesteine durch geologische Prozesse wie Erosion oder spätere metamorphe Überprägung bei niedrigeren Drücken ausgelöscht wurden. |
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