| |
Minerale, deren Kristallstrukturen Hydroxylgruppen (OH-) oder H2O-Moleküle aufweisen (Tab.). Ca. 4% der Lithosphäre bestehen aus Eisenoxiden und -hydroxiden. Hinzu kommen die wirtschaftlich wichtigen Oxid- und Hydroxidminerale der Elemente Al, Mn, Ti und Cr. H2O ist Hauptbestandteil der Hydrosphäre und wichtigster Reaktionspartner bei allen mineralbildenden Prozessen auf der Erde. Ein grosser Teil der oxid- und hydroxidbildenden Kationen wie Fe2+, Mg2+, Ca2+ etc. löst sich in sauren Wässern und fällt in alkalischen Lösungen als Hydroxid aus. Andere Kationen mit grösseren Ionenpotentialen wie Fe3+, Al3+, Mn4+, Ti4+ u. a. werden schon aus schwach alkalischen oder schwach sauren Lösungen durch Hydrolyse in Form schwerlöslicher Hydroxide ausgefällt. Viele Hydroxide, die sich in den Oxidationszonen von Erzlagerstätten und bei der Verwitterung der Gesteine bilden, sind nur wenig wasserlöslich, so dass sie bei intensiven Oxidationsprozessen als kryptokristalline und kolloidale Massen ausfallen. Zahlreiche Eisen- und Manganhydroxide bilden Konkretionen in Süsswasserseen und Meeresbecken. Bei metamorphen Prozessen entstehen aus den Hydroxiden wieder oxidische Minerale.
Die Mehrzahl der Hydroxide, bei denen die OH-Gruppe vollständig oder teilweise die Sauerstoffionen der Oxide ersetzt, kristallisiert in Schichtgittern. Meist handelt es sich um hexagonal dichteste Packungen von OH-Ionen, woraus sich gemeinsame Eigenschaften der Hydroxide, wie z.B. eine meist vollkommene Spaltbarkeit zwischen den Schichten und eine geringe Härte, erklären. Oxide.
|
|