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charakteristische Eigenschaft des Ferromagnetismus und des Ferrimagnetismus. Mit Hilfe einer Hysteresekurve wird die Abhängigkeit der Magnetisierung (M) in äusseren Feldern (H) unterschiedlicher Stärke und Richtung dargestellt. Ausgehend vom unmagnetischen Zustand (Ursprung des M-H-Diagramms) steigt in der Neukurve die Magnetisierung zunächst linear mit dem äusseren Feld H an. Die Steigung der Neukurve im Ursprung definiert die Suszeptibilität (Anfangssuszeptibilität) χa = M/H. Bei grossen Feldstärken erreicht die Magnetisierung M einen für jede ferro- und ferrimagnetische Substanz charakteristische Grösse, die Sättigungsmagnetisierung Ms. Wird das äussere Feld auf den Wert null reduziert, verbleibt die remanente Magnetisierung Mr. Um sie zu entfernen ist ein Gegenfeld notwendig, das als Koerzitivfeldstärke oder Koerzitivkraft HC bezeichnet wird. Die Fläche einer geschlossenen Hysteresekurve gibt den Energieverlust durch irreversibel ablaufende Ummagnetisierungsprozesse an. Ein etwas grösseres Gegenfeld als die Koerzitivkraft HC ist notwendig, um bei Rückführung der Feldstärke auf den Wert null die Remanenz der Probe ganz zu entfernen. Dieses Feld nennt man die Remanenzkoerzitivkraft HCR. Es ist stets HCR > HC. Aus dem Verhältnis HCR/HC ergeben sich Hinweise auf die Form der Hysteresekurve (HCR ≥ HC = fast rechteckige Hysteresekurve mit grosser Koerzitivkraft, HCR >>HC =schlanke Hysteresekurve mit kleiner Koerzitivkraft). |
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