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Metall der Alkaligruppe, chem. Symbol K, Anteil an der Erdkruste 2,41 %, Gehalte in Böden zwischen 0,2 und 3,3 %. Kalium besteht aus drei natürlich vorkommenden Isotopen von denen 40K mit einer Halbwertszeit von 1,3·109 Jahre eine wichtige Quelle für die durch Radioaktivität erzeugte Wärme in der Erdkruste ist. Die radiometrische Kalium-Argon-Datierung wird häufig für die Abschätzung des Alters geologischer Vorgänge eingesetzt. Wichtigste Primärminerale sind Feldspäte (Orthoklas) und Glimmer (Muscovit). Im Laufe der Verwitterung wird Kalium vor allem in die Tonminerale Illit, Vermiculit und Chlorit eingebaut. In der organischen Bodensubstanz sind nur geringe K-Mengen enthalten. Die in Böden vorkommenden K-Bindungsformen, austauschbar, nicht austauschbar und das ionare Kalium in der Bodenlösung, können ineinander übergehen, und es kann zwischen ihnen zu einer Gleichgewichtseinstellung kommen. Beim Transfer von austauschbarem und gelöstem Kalium in den nicht austauschbaren Zustand kommt es zu einer Einlagerung in den Schichtzwischenraum aufweitbarer Tonminerale (K-Fixierung). Das in dieser Form gebundene Kalium ist kurzfristig nicht mehr pflanzenverfügbar. Kalium ist ein unentbehrlicher Nährstoff für alle Pflanzen, da es für die Photosynthese, Atmung und zur Aktivierung von Enzymen benötigt wird. Die Folgen von extremem K-Mangel sind chlorotische und nekrotische Erscheinungen an Blattspitzen und -rändern. Zur Behebung von K-Mangel wird in der Landwirtschaft eine Düngung mit chlorid- oder sulfathaltigen Kalisalzen, Mehrnährstoffdüngern oder organischen Düngern durchgeführt (K-Versorgung). |
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