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quantitative Einstufung des Kaliumgehaltes von Pflanzen und Böden. Pflanzen können sowohl austauschbares Kalium als auch nicht austauschbares Kalium aufnehmen. Die Versorgung wird in Gehaltsklassen (akuter Mangel, latenter Mangel, optimale Versorgung, Luxusversorgung, latente Toxizität und akute Toxizität) untergliedert. Die Gehaltsklassen sind nach Bodenart differenziert, da diese die Austauschkapazität und das bodenbürtige K-Nachlieferungsvermögen entscheidend bestimmen. Eine optimale K-Versorgung der Kulturpflanzen ist wichtig für die Funktion des Wasserhaushaltes, Protein- und Kohlenhydratstoffwechsels und die Aktivierung von Enzymreaktionen. Direkt aus der Bodenlösung kann nur diejenige K-Menge aufgenommen werden, die mit dem austauschbaren Kalium im Gleichgewicht steht. Nimmt der Gehalt an austauschbarem Kalium ab, baut sich ein Konzentrationsgradient auf und in zunehmendem Masse wird nicht austauschbares Kalium freigesetzt. Insgesamt ist die Versorgung von Pflanzen mit Kalium abhängig vom Tonmineralgehalt, der K-Fixierung, dem Anteil an K-nachliefernden Mineralen und der K-Sättigung. Der Versorgungsgrad von Böden mit Kalium kann chemisch über die Ca-Acetat-Lactat-Methode (CAL) oder biologisch über Feldversuche und nachfolgender Messung des K-Gehaltes in Pflanzen (z.B. Getreide, Kartoffelkraut) bestimmt werden. Welketracht und Blattrandnekrosen sind Zeichen pflanzlichen K-Mangels. |
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