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Kanalisation |
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Abwasserableitung,Gesamtheit der in einem Einzugsgebiet vorhandenen Anlagen zur schnellen und unschädlichen Ableitung des Abwassers. Die Abwassersammlung beginnt bei der Haus- bzw. Grundstücksentwässerung mittels Fallrohren und Sammelleitungen, die über eine Grundleitung mit dem Kanalisationsnetz verbunden sind. Zur Hausentwässerung gehören u.a. auch Geruchsverschlüsse sowie Abscheider, in denen Stoffe unterschiedlicher Dichte (Fett, Benzin, Heizöl, Stärke) vom Schmutzwasser abgetrennt werden. Die Weiterleitung zur Kläranlage oder Regenentlastung erfolgt über Sammler (Nebensammler, Hauptsammler). Die Ableitung von Schmutzwasser und Regenwasser kann entweder gemeinsam in einem einzigen Leitungsnetz (Mischkanalisation) oder getrennt voneinander in zwei verschiedenen Netzen (Trennkanalisation) erfolgen. Beim Mischverfahren wird nicht nur der Trockenwetterabfluss, sondern auch ein festgelegter Anteil des Regenwassers in der Kläranlage behandelt (Abwasserreinigung). Der darüber hinaus gehende Anteil wird über Anlagen zur Regenentlastung abgeschlagen und entweder direkt oder teilgeklärt in den Vorfluter geleitet. Gelegentlich erfolgt zur Entlastung der Kläranlage auch eine Pufferung durch Regenrückhaltebecken. Da nur ein Leitungsnetz erforderlich ist, sind die Anlagenkosten bei der Mischkanalisation geringer als beim Trennverfahren trotz der notwendigen Bauwerke zur Regenentlastung. Hingegen fallen im allgemeinen höhere Betriebskosten für die Reinigung der Anlagen und die Klärung des Abwassers an.
Die massgebenden Parameter für die Bemessung der Kanalisation sind der Abwasseranfall und die topographischen Randbedingungen (Gefälleverhältnisse). Für die Berechnung von Entwässerungsnetzen stehen entsprechende Rechenprogramme zur Verfügung. Die Tiefenlage des Kanalnetzes wird bestimmt durch die Lage der zu entwässernden Keller sowie die Höhe des Grundwasserspiegels. Um Ablagerungen im Kanalnetz zu vermeiden, soll die Geschwindigkeit bei Trockenwetterabfluss über 0,5 m/s liegen. Als grösste Fliessgeschwindigkeit werden bei Trockenwetterabfluss 1,1-1,3 m/s angestrebt, was bei Vollfüllung einer Fliessgeschwindigkeit von 2,5-3 m/s entspricht. Als Rohrmaterial wird vorzugsweise Beton oder Steinzeug verwendet. Zum Entwässerungsnetz gehören neben den Rohrleitungen zahlreiche Bauwerke wie Strassenabläufe und Einstiegsschächte, Absturz, Düker sowie Ein- und Ausläufe. Bei tiefer liegenden Grundstücken oder Einzugsgebieten können Abwasserpumpwerke erforderlich werden, wobei Kreiselpumpen oder Schneckenpumpen den besonderen Bedingungen in der Abwassertechnik besonders genügen. |
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