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Bakterienzahl, welche durch die Kultivierungsmethode (Plattenverfahren, Verdünnungsverfahren) ermittelt wird. Ausgehend von einzelnen Zellen oder Zellaggregaten aus einer Wasser- oder Bodenprobe entwickeln sich unter standardisierten Laborbedingungen Bakterienkolonien, die makroskopisch erkennbar sind und ausgezählt werden können (Keimzahlbestimmung), oder es wird durch eine Verdünnungsreihe diejenige Probe ermittelt, die noch eine bakterielle Stoffwechselreaktion erkennen lässt. Hieraus lässt sich die wahrscheinlichste Keimzahl (most probable number=MPN) errechnen. Die Bestimmung der Keimzahl ist ein relatives Zählverfahren und erfasst, durch die Kultivierungsmethode bedingt, nur einen geringen Teil der Gesamtbakterienzahl einer Probe. Der Begriff der Keimzahl ist besonders in der hygienischen Wasserbewertung von Bedeutung. |
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