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aus dem Abwasser abtrennbare, wasserhaltige Stoffe, ausgenommen Rechengut, Siebgut und Sandfanggut (DIN 4045). Klärschlamm ist bei der biologischen Abwasserreinigung gebildeter Bakterienschlamm. Er wird mit Hilfe von Methanbakterien unter anaeroben Bedingungen in Faultürmen ausgefault. Die Schlammasse kann sich durch diesen Vorgang auf die Hälfte reduzieren. Das dabei entstehende Methan wird zur Energieversorgung der Anlage herangezogen. Der fertig ausgefaulte Schlamm ist dickflüssig und geruchsfrei. Zur weiteren Verringerung seiner Masse wird er auf Trockenbeeten, durch Zentrifugieren oder Filtrieren entwässert.
Eine weitere Methode zur Volumenreduzierung ist die aerob-thermophile Stabilisierung ("Flüssigkompostierung") bei 60ºC. Dabei wird der Klärschlamm auch von pathogenen Keimen befreit. Ein Teil des Klärschlammes wird kompostiert. Klärschlamm aus kommunalen Abwässern kann aufgrund seiner Nähr- und Humusstoffe unter bestimmten Voraussetzungen auch direkt als Bodenverbesserungsmittel eingesetzt werden. Er wird, da reich an Nährstoffen und organischem Material, zu Düngungszwecken in der Landwirtschaft eingesetzt. Zur Verhinderung negativer Auswirkungen durch Schadstoffe in Klärschlämmen (Schwermetalle) wurde in Deutschland die Klärschlammverordnung erlassen. Da die Menge des heute in Deutschland erzeugten Klärschlammes von der Landwirtschaft nicht mehr aufgenommen werden kann, wird er teilweise verbrannt. Geeignete Abscheideeinrichtungen sollen dabei eine Belastung der Umwelt durch die im Klärschlamm enthaltenen Schwermetalle bzw. die bei der Verbrennung entstehenden Schadgase verhindern. |
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