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Sammelbegriff für in der Umwelt vorhandene Substanzen, die in der vorkommenden Konzentration aufgrund ihrer hohen Toxizität und hohen Persistenz schädigende Wirkung auf Einzelorganismen oder ganze Biozönosen ausüben. Grösstenteils handelt es sich bei den Schadstoffen um anthropogen eingebrachte chemischen Verbindungen. Dies erfolgt durch Emissionen in die Luft (Industrie, Verkehr), durch Verteilung von Abfällen verschiedenster Art, durch direkte Ausbringung (Streusalze, Pestizide) oder als Folge von Unfällen. Zu den besonders kritischen anorganischen Schadstoffen gehören Fluor sowie einige Schwermetalle (u.a. Quecksilber, Cadmium), die prinzipiell nicht abbaubar sind (konservative Schadstoffe). Häufige organische Schadstoffe sind Mineralölrückstände, chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Werden diese Stoffe in zu hohen, über dem gesetzlich vorgeschrieben Grenzwerten liegenden Konzentrationen in die Umwelt freigesetzt, kommt es zu häufig irreversiblen Schäden, welche nur mit einem grossen Sanierungsaufwand wieder beseitigt werden können. Die Schadstoffquellen reichen von der Industrie über die Landwirtschaft bis zu den privaten Haushalten. Somit ist auch ein bewusstes Verbraucherverhalten zur Verminderung von Schadstoffen angezeigt. Neben den vom Menschen produzierten Substanzen (Fremdstoffe) gibt es auch natürlicherweise in der Umwelt vorkommende, sog. biogene Schadstoffe. Zu ihnen gehören insbesondere verschiedene Mykotoxine (Pilz-Giftstoffe). Schadstoffausbreitung. |
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