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Begriff aus der Ökologie für das Überleben zweier miteinander interagierender Arten im gleichen Lebensraum. Das Gegenteil davon ist der Konkurrenz-Ausschluss. Koexistierende Arten stehen in interspezifischer Konkurrenz miteinander, aber auch bei Räuber-Beute-Systemen und Wirt-Parasit-Beziehungen ist der Begriff Koexistenz gebräuchlich. In offenen Systemen der Natur ist Koexistenz die Regel, der Ausschluss durch Konkurrenz die Ausnahme. Sie wird durch unterschiedliche Ansprüche an den Lebensraum und die sonstigen Lebensbedingungen möglich. Gefördert wird Koexistenz ausserdem durch wiederkehrende Veränderungen oder Störungen, welche abwechslungsweise unterschiedliche Arten begünstigen (Abb.).
Koexistenz: Für die verglichenen Kleearten (Trifolium) sind die Wachstumskurven reiner und gemischter Bestände dargestellt. Von beiden Arten wächst T. repens (Art 1) schneller und erreicht die grössere Blattdichte, T. fragiferum (Art 2) hat dagegen längere Stiele und ist in der Lage, die schneller wachsende Art zu überragen. Beide können daher in einer Mischkultur nebeneinander existieren, wenngleich sie unter diesen Umständen eine geringere Blattdichte aufweisen als in Reinkultur. |
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