| |
Handkolorit, Kolorit, manuell ausgeführte Füllung von Flächen in einfarbigen Strichzeichnungen oder Drucken. Die Techniken des Kolorierens haben sich vor der Einführung des Mehrfarbendruckes entwickelt und waren lange Zeit die einzige Möglichkeit, die Karten farbig zu gestalten. Sie wurden in Abhängigkeit von der Zweckbestimmung der Karte und von der Beschaffenheit des Zeichnungsträgers angewendet. Gearbeitet wurde mit Pinsel und Aquarellfarben, verdünnten Tuschen oder Tinten, auch mit Farbstift und Wischer. Die Kolorierung ist heute nur noch für spezielle Zwecke gebräuchlich, vor allem a) im mehr kunstgewerblichen Bereich der Kartographie zur Herstellung farbvereinter Originale, z.B. für gemäldeartige Landschaftskarten, b) beim Kartenentwurf bzw. in Autorenoriginalen, c) zur Herstellung redaktionell-kartographischer Vorlagen. Bei a) steht die sorgfältige Ausführung mit ästhetischer Farbabstimmung und dem Erzielen homogener Flächen im Vordergrund. Die unter b) und c) genannten Arbeiten tendieren stärker zum Markieren. Hierfür werden gut unterscheidbare Farben gewählt. Auch eine geringere zeichnerische Qualität der Kolorierung ist für diese Zwecke ausreichend. |
|