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das korrelate Sediment der Bodenerosion. Bodenbestandteile, die durch Bodenerosionsprozesse meist auf landwirtschaftlich genutzten Hängen abgelöst und bei nachlassender Transportkraft auf konkaven Unterhängen und den vorgelagerten Talauen als Kolluvium abgelagert wurde. Kolluvien werden ganz überwiegend von verlagerten Bodenbestandteilen holozäner Böden gebildet. Sie sind dann als Bodensedimente anzusprechen. In Abhängigkeit von den Eigenschaften der abgetragenen Bodenhorizonte und Böden können z.B. Kolluvien aus umgelagertem Bt-Horizont und Kolluvien, die überwiegend aus verlagerter Schwarzerde bestehen, unterschieden werden. Die Humusgehalte der seit dem 19. Jh. abgelagerten Kolluvien sind deutlich höher als diejenigen urgeschichtlicher, mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Bodensedimente. Gefüge und Lagerungsdichte der autochthonen Bodenhorizonte vor der Abtragung und der Kolluvien aus diesen Bodenhorizonten nach der Ablagerung unterscheiden sich zumeist deutlich. Kolluvien können kleine Reliefunebenheiten und ausgeprägte Dellen glätten. Hat Bodenbearbeitung die ursprünglichen Lagerungsverhältnisse nach der Ablagerung nicht verändert, sind Kolluvien oft geschichtet. |
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