Begriff aus der Landschaftsökologie für die Kennzeichnung von Einträgen und Austrägen an Stoffen und Energie im Landschaftsökosystem oder dessen Teilsysteme (Stoffkreislauf). Diese Kennzeichnung beruht auf einer quantitativen Untersuchung der beteiligten Regler, Speicher und Prozesse. Naturwissenschaftlich exakte Bilanzen sind vorläufig erst für einzelne Partialkomplexe möglich, bis hin zu globalen Energie- und Strahlungsbilanzen. Selbst für Gesamt-Landschaftsökosysteme in kleinster Dimension (topische Dimension) dienen sie dagegen allenfalls als überschlägige Charakterisierung des haushaltlichen Geschehens. Den Ergebnissen der Landschaftsbilanzierung kommt jedoch aufgrund ihres Raumbezuges grosse Bedeutung zu, da sie den Zusammenhang mehrerer Ökofaktoren zum Ausdruck bringen.