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Monocotyledoneae, Klasse der Angiospermophytina mit nur einem Keimblatt (monocotyl). Die Klasse umfasst mit rezent etwa 52.000 Arten ca. 20% der Bedecktsamer. Liliopsida kommen von der Unterkreide bis rezent vor. Den ataktostelaten Wurzeln und Sprossachsen fehlt ein Cambium, deshalb sind die Liliopsida nicht zu einem normalen sekundären Dickenwachstum fähig, wohl aber zu starkem primärem Dickenwachstum (Palmen). Sie wachsen meist als wenig verzweigte, krautige Land-, Sumpf- und Wasserpflanzen, Gräser, Stauden oder wie die Palmen baumförmig. Die nur kurzlebige Hauptwurzel wird durch sprossbürtige Wurzeln ersetzt. Die typisch streifenadrigen Laubblätter sind meist wechselständig angeordnet, einfach und glattrandig, elliptisch bis bandförmig und vielfach ungestielt oder, z.B. bei den Palmen, langstielig und sekundär fiedrig oder fächerig zerteilt. Der meist verbreiterte Blattgrund formt oft eine röhrenförmige Blattscheide, z.B. bei den Gräsern. Nebenblätter fehlen. An den Seitenknospen folgt auf das Deckblatt nur ein einziges, der Mutterachse zugewandtes (adossiertes), oft zweiadriges Vorblatt als unterstes Blatt des Seitensprosses. Staub- und Fruchtblätter stehen zyklisch in meist dreizähligen Wirteln. Oft sind zwischen den Fruchtblattwänden Septal-Nektarien entwickelt. Die Pollen sind wie bei den Magnoliopsida monosulcat oder daraus abgeleitet ulcat oder inaperturat. Die Liliopsida haben sich als natürliche Klasse monophyletisch aus den Magnoliopsida entwickelt. |
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