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Niedere Dikotylen, ursprüngliche Angiospermophytina mit monosulcaten Pollen und zwei Keimblättern. Mit heute ca. 8000 Arten hat diese Klasse einen Anteil von etwa 3% am Artenspektrum der Angiospermophytina. Magnoliopsida kommen vom Hauterive bis rezent vor. Es sind zweikeimblättrige (dicotyle), eustelate Tracheenholzpflanzen oder krautige Land-, Sumpf- und Wasserpflanzen. Tracheen fehlen nur im Holz der ursprünglichsten Taxa. Die Laubblätter sind einfach, meist gestielt und netzadrig. Stipulae sind am Blattstiel miteinander verwachsen oder fehlen. Blattscheiden sind sehr selten. An den Seitenknospen folgt auf das Deckblatt nur ein einziges, der Mutterachse zugewandtes (adossiertes), oft zweiadriges Vorblatt als unterstes Blatt des Seitensprosses. Durch Verkürzung der Blütenachse entwickelt sich bei den Magnoliopsida die primär schraubige Anordnung der zahlreichen Blütenorgane zu einer zyklischen Anordnung, bei der die schliesslich dreizähligen Blütenorgane wirtelig stehen. Die einfache Blütenhülle (Perianth) besteht meist nur aus undifferenzierten Hüllblättern (Perigon) oder fehlt. Die vielzähligen Staubblätter sind nur teilweise in Stiel (Filament) und Staubbeutel (Anthere) gegliedert, sonst aber massiv und blättrig. Wie bei den gymnospermen Spermatophyta haben die Pollen nur eine einzige distale, als einfache, langgestreckte Keimfalte gebaute Keimstelle (monosulcate Apertur) für den Pollenschlauch, die sich sekundär zum kreisförmigen, distalen Ulcus verengen kann. Die Fruchtblätter sind nicht verwachen (chorikarpes Gynoeceum). Die Samenanlagen sind crassinucellat, d.h. sie haben einen vielzelligen Gewebekern sowie fast immer zwei Integumente. Die Embryonen sind klein. Aus den Magnoliopsida entwickelten sich die eudicotylen Rosopsida und die monocotylen Liliopsida. |
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