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die Eigenschaft eines Kartennetzentwurfs, die Länge eines Bogenstückes auf der Bezugsfläche (Kugel oder Ellipsoid) in einem konstanten Massstabsverhältnis in der Kartenebene wiederzugeben. Längentreue wird bei verschiedenen Kartennetzentwürfen in der Abbildung der Meridiane, des Äquators, der Parallelkreise oder gewisser Grosskreise erreicht. Eine Längentreue in allen Abbildungselementen ist nach der Verzerrungstheorie nicht möglich. Bei Entnahme von Entfernungen aus einer kleinmassstäbigen Karte (1:500.000 oder kleiner) darf man sich nicht durch die Massstabsangabe auf der Randleiste zu einem Fehler verleiten lassen. Der angegebene Massstab gilt nur für ausgewählte Teile einer Karte, nämlich dort, wo Bezugsfläche und Abbildungsfläche zusammenfallen, sich berühren oder einander möglichst nahe sind. Beliebige Entfernungen zwischen Orten an den Rändern einer Karte können nicht mit der angegebenen Massstabszahl abgegriffen werden, sondern sind auf der Kugel nach den Regeln der sphärischen Trigonometrie zu berechnen. |
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