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Vielzahl von Lagerstätten und Lagerstättentypen, in denen überwiegend Mangan gewonnen werden kann. Lagerstättenbildend sind dabei nur noch die syngenetischen schichtigen Manganmineralisationen bzw. deren metamorphe Äquivalente, des weiteren Residuallagerstätten mit überwiegend oxidisch gebundenen Erzen. Manganerze aus vulkanosedimentärer Entstehung sind weltweit verbreitet, aber seltener abbauwürdig, wie z.B. Kusimovo im südlichen Ural (Russland). Nicht so häufig, aber von grosser Bedeutung, sind die marin-sedimentären Vorkommen ohne vulkanogenen Einfluss. Die mit Abstand wichtigste Lagerstättenprovinz ist dabei an klastische Sedimente (Quarz-Glaukonit-Sand-Ton-Assoziation) der marinen Randfazies im Oligozän der Umrandung des Schwarzen Meeres gebunden, wobei allein das südukrainische Becken mit der Lagerstätte von Nikopol ca. 70% der bekannten Weltreserven beinhaltet. Weitere wichtige Lagerstätten sind Tschiaturi (Georgien) und Groote Eylandt (Nordaustralien). Die Manganknollen der Tiefsee stellen bisher nur eine nicht einzurechnende Ressource dar. Kleinere Lagerstätten, wie z.B. in Russland und Marokko, sind an Kalkstein-Dolomit-Abfolgen geknüpft, wobei die Abtrennung von Karstvererzungen nicht ohne weiteres deutlich ist. Bei den Residuallagerstätten werden auf den Südkontinenten Verwitterungskrusten über manganhaltigen Metamorphiten abgebaut, wie z.B. die bekannten Lagerstätten in Westafrika Moanda (Gabun) und Nsuta (Ghana). Die geochemische Ähnlichkeit des Mangans mit dem Eisen hat verschiedentlich dazu geführt, dass beide zusammen auftreten und Mangan beim Eisenerz mitgefördert wurde. |
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