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Kurzform von "mikrokristalliner Calcit", von Folk 1959 geprägte Bezeichnung für sehr feinkörnige Matrix von Carbonatgesteinen oder auch die feinstkörnigen Bestandteile der carbonatischen Komponenten selbst. Die Korngrössen von Mikrit betragen 1-4 μm. Darunter spricht man von Minimikrit, darüber von Minisparit (Sparit). Minimikrit und Mikrit sind durch an- bis subhedrale Kristalle mit geraden oder gebogenen Kornkontakten gekennzeichnet. Unter Berücksichtigung der möglichen Genese können Orthomikrite (primärer, poly- und subhedraler Mikrit, der auf chemisch-biologischen Wege entsteht) und Pseudomikrite (sekundärer, auf neomorphe Vorgänge zurückgehender Mikrit) unterschieden werden. Mikrit hat vielfältige Genesemöglichkeiten,
u.a. durch chemische CaCO3-Fällung, Bakterientätigkeit und Abbau organischer Substanz, pflanzliche Assimilation, Algentätigkeit, zerfallende Hartteile tierischer Organismen, Bioerosionsfeinstschutt, Schalen von Mikroorganismen, Nannoorganismenschalen, umkristallisierte Peloide und Krümelgefüge. Mikrit kann durch diagenetische Alterationsprozesse in Sparit umkristallisiert werden. |
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