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Härtemessung im Mikrobereich. Mikrohärteprüfungen sind nach den Verfahren von Vikkers und Knoop möglich. Hier können Härtemessungen bei einer Treffsicherheit von ± 0,3 nm durchgeführt werden. Dabei wird eine Diamantpyramide bei konstantem Druck über eine elektrische Messanordnung in die Kristallfläche gepresst, wodurch scharf begrenzte Eindrücke entstehen, die mikroskopisch ausgemessen das Mass für die Härte liefern (Abb.). Das Pyramidendruckverfahrenliefert besonders für kubische Minerale sehr genaue quantitative Werte und spielt daher in der Erzmikroskopie und in der Metallographie für Materialprüfungen eine grosse Rolle. Bei Verwendung von Polarisationsmikroskopen mit Interferenzkontrasteinrichtungen kann die Empfindlichkeit der Methode noch verbessert werden. Härte.
Mikrohärteprüfung: Schnitt durch einen Mikrohärteprüfer. In dem Objektiv sind die Linsen (Wellenlinien), der Strahlengang (heller Grauwert) sowie die Diamantspitze zu erkennen. Zwischen der Kristalloberfläche (unten) und der Frontlinse befindet sich eine Immersionsflüssigkeit (gepunktet). |
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